Zu früh gefreut…

Eigentlich hatte ich gedacht, dass ich mit der Einreise in die USA überhaupt keine Probleme haben werde. Ich habe schon öfter mit meiner Familie Urlaub in Amerika gemacht und wusste, was bei der Passkontrolle auf mich zu kommen würde – falsch gedacht.

Denn es stellte sich heraus, dass es ein Problem mit meinem Visum gibt. Der Officer konnte ein Formular nicht in seinem Computer finden, weshalb ich dann anstatt direkt zur Gepäckausgabe  erst noch in einen anderen Raum gehen musste, um dieses Problem zu lösen. Obwohl der Officer gesagt hat, dass das nicht meine Schuld sondern die des Colleges sei und dass dieses Problem wohl häufiger bei Studenten vorkommen würde, war ich unglaublich nervös. Das hatte mir gerade noch gefehlt!

Zusammen mit einer anderen Studentin wurde ich dann also in einen Raum gebracht, in dem ca. 50 weitere Leute saßen und darauf warteten, dass ihre Pässe von 3 Beamtinnen bearbeitet werden. Ich musste ungefähr eine Stunde lang warten, bis ich dran war, und da in dem Raum striktes Handyverbot herrschte, konnte ich auch niemanden von meinen Mitreisenden erreichen. Ich hatte Angst, dass sie ohne mich nach Santa Barbara fahren würden und ich dann alleine mit einem Bus fahren müsste – wenn ich überhaupt einreisen durfte!

Als ich dann endlich aufgerufen wurde, sagte die Frau mir, dass mein Visum aus irgendwelchen Gründen „gecancelt“ wurde, bzw. die ID des Visums. Genau habe ich das auch nicht verstanden, ich war so müde von dem Flug und war nicht in der Lage alles zu verstehen, was die Frau mir gesagt hat. Das Ende des Ganzen war dann, dass ich zum Glück einreisen durfte, dass ich aber so bald wie möglich zum College muss um das Visum zu reaktivieren. Ansonsten würde das große Probleme geben, wurde mir gesagt.

Als ich dann endlich meine Dokumente wieder hatte bin ich so schnell es ging zum Gepäckband gelaufen, in der Hoffnung, dass sie noch nicht alle Koffer weggebracht hatten. Auf dem Weg habe ich dann eine andere von den AIFS-Mitreisenden getroffen, die das selbe Problem hatte wie ich, und wir waren beide unglaublich froh, dass wir nicht mehr alleine waren. Das Gepäckband lief zwar nicht mehr, zum Glück haben wir aber noch Flughafenangestellte gesehen, die unsere Koffer auf Wagen wegschieben wollten. Mit unseren Koffern sind wir dann schnell zum Ausgang gelaufen und haben unterwegs die anderen AIFS Teilnehmer angerufen, um zu fragen ob sie noch da seien. Das war zum Glück der Fall, und obwohl der Mann, der uns abholen sollte, total genervt war, haben wir es dann endlich zum Bus geschafft.

Wenn man jetzt aber denkt schlimmer geht es nicht, dann hat man sich getäuscht. Wir sind keine 20 Minuten gefahren als unser Bus mitten auf einer großen Straße liegen bleibt und einfach nicht mehr anspringt. Der Fahrer hat zwar zuerst versucht, den Wagen zu reparieren, als das aber nicht geklappt hat, hat er einen Ersatzbus gerufen. Dieser kam dann auch eine gefühlte Ewigkeit später und als wir alle dann umgestiegen sind und die Koffer umgeladen haben, waren wir so müde von der langen Reise, dass die meisten die Busfahrt verschlafen haben. Es war sowieso schon dunkel draußen, viel verpasst haben wir also nicht.

Als wir dann endlich bei meiner Adresse angekommen sind habe ich mich sehr gefreut. Ich wurde nett begrüßt und habe nur kurz meine Koffer abgestellt und eine schnelle Besichtigungstour durchs Haus gemacht, dann ging es auch schon raus. Ich wohne in einem Komplex von mehreren Studentenhäusern, und an diesem Abend gab es dort ein Lagefeuer mit Pizza. Ich war zwar sehr müde, bin aber trotzdem noch mit rausgegangen, um schon einmal ein paar Leute kennenzulernen. Alle sind wirklich nett, und es sind sehr viele Deutsche hier. Man spricht trotzdem Englisch miteinander, was ich auch gut finde, denn ich bin schließlich auch zum Englisch lernen hier!

Gleich findet eine City Tour statt und ich bin schon sehr gespannt auf Santa Barbara, denn gestern Abend im Dunkeln konnte ich leider nicht so viel erkennen.

 

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