Spring Break 1/2

Es ist jetzt zwar schon eine Weile her, aber ich möchte auf jeden Fall noch von meinem Spring Break berichten.

In Filmen und Serien sieht man ja ab und zu Szenen, in denen Spring Break dargestellt wird – tausende von Jugendlichen die am Strand feiern und sich betrinken. Es mag sein, dass es irgendwo in Amerika solche Spring Break-Partys gibt, davon hab ich in Santa Barbara aber nichts mitbekommen. Das Ganze ist aber auch nicht so einfach wenn man noch nicht 21 ist, also nicht legal Alkohol trinken kann. Um diesem Hindernis zu entgehen sind viele Leute, die ich hier kenne, nach Mexiko gefahren. Alle waren sehr begeistert und ich kann mir auch vorstellen, dass es toll ist, eine Woche in der Sonne zu verbringen und dabei noch seinen eigenen Alkohol kaufen zu können. Ich hab mich jedoch dagegen entschieden, hauptsächlich weil die Reise mit Flug und Hotel und allem was dazu gehört ziemlich teuer gewesen wäre.

Stattdessen hab ich die freie Woche genutzt, um ein paar Tage in LA zu verbringen. Ich bin alleine gefahren, und da ich nicht gerade der organisierteste Mensch bin, saß ich am Abend vorher an meinem Laptop und habe noch irgendwie versucht, ein Hostel zu buchen. Das hat aber auch noch gut geklappt und zum Glück konnte ich auf dem Hinweg mit Freunden, die auch einen Tag in LA verbringen wollten, mit dem Auto mitfahren, sodass ich mich nicht einmal um die Hinfahrt kümmern musste.

Insgesamt habe ich drei Nächte in LA verbracht, also vier Tage, wobei einer der Tage wegen der Rückfahrt wegfiel. Ich habe in einem Hostel übernachtet, dass direkt in Venice am Strand ist – eine wirklich gute Lage! Das Hostel war auch völlig in Ordnung. Ich habe mit drei anderen Leuten in einem Zimmer geschlafen, was zwar schon komisch ist, vor allem weil ich die Leute vorher nicht kannte, aber ich schlafe ja auch in Santa Barbara die ganze Zeit mit meiner Mitbewohnerin in einem Zimmer also war ich daran schon gewöhnt.

Am ersten Tag, direkt nachdem ich angekommen bin, hab ich mich auf dem Weg gemacht um mich mit einer Freundin aus Deutschland zu treffen. Das war auch der eigentlich Grund warum ich nach LA gekommen bin, denn ich wollte sie unbedingt treffen, weil wir uns sehr lange nicht gesehen haben. Nach einer zweistündigen Busfahrt bin ich dann auch endlich an ihrem Hostel angekommen, und es war tol,l mal wieder persönlich mit jemandem von Zuhause zu reden. Anschließend musste ich dann die zwei Stunden wieder zurück fahren. Die lange Fahrt war auch der Grund warum wir uns leider nur dieses eine Mal getroffen haben.

Ich habe aber trotzdem noch eine tolle Zeit in LA verbracht. Da ich kein Auto hatte, was bei den großen Distanzen in LA ziemlich unpraktisch ist, habe ich mich entschieden, mir für zwei Tage ein Ticket für diese Touristen-Bus-Tour zu kaufen, wo man an den einzelnen Stationen jeder Zeit aus- und wieder einsteigen kann. Das war auch die richtige Entscheidung, denn sonst hätte ich garnicht so viel sehen können.

Ich bin vorher schon einmal mit meiner Familie in LA gewesen, also musste ich die typischen Touristenattraktionen, wie zum Beispiel den Walk of Fame, nicht mehr unbedingt sehen.

Den zweiten Tag habe ich in Santa Monica begonnen und bin dann mit dem Bus weiter in Richtung Beverly Hills und Hollywood gefahren. Dort habe ich dann das Los Angeles County Museum of Art, kurz LACMA, besucht. Es hat sich wirklich gelohnt! Das Museum ist riesig und es gibt alle möglichen Arten von Kunst. Anschließend war ich dann noch shoppen in dem Shopping Center „The Grove“, hauptsächlich weil es dort einen riesigen Laden von einer meiner Lieblingsmarken gibt. Nach dem Mittagessen bin ich mit dem Bus weitergefahren und habe während der Fahrt eine große Fläche voll mit Zelten gesehen. Ein weiterer Vorteil der Bustour ist, dass man immer Fakten zu den Dingen , die man vom Bus aus gerade sieht, erzählt bekommt. Ich habe dann also erfahren, dass wir gerade an einem riesigen Antik- und Vintage-Flohmarkt auf dem Gelände der Fairfax High School vorbeifahren. Ich hatte Glück, denn der Flohmarkt findet nur Sonntags statt. Das klang für mich interessant, also bin ich an der nächsten möglichen Haltestelle ausgestiegen – und es hat sich sehr gelohnt! Der Flohmarkt war wirklich riesig und es gab alles, was man sich nur vorstellen kann – von Zelten voller Vintage Mode, über Antiquitäten und Kunst bis hin zu Kosmetik. Es hat einfach Spaß gemacht dort herumzulaufen, unter anderem auch weil man sehr viele interessante Menschen gesehen hat. Mein Highlight war ein Mädchen, das ein Huhn an einer Hundeleine herumgeführt hat – sowas sieht man auch nicht alle Tage. Dann war mein erster tag auch schon zu Ende.

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