Finals Week

Mittlerweile ist es schon so weit – die letzte Woche des Semesters hat angefangen.

Dabei klingt „Finals Week“ schlimmer, als es eigentlich ist, zumindest für mich. Ich habe in dieser Woche nur in drei meiner fünf Kurse ein Final, wovon aber auch nur eins wirklich ernst zu nehmen ist. Das Final in meinem Tennis Kurs hatte ich heute schon und es war nicht schwer, und in meinem Boxing Kurs schauen wir nur eine Dokumentation an, zu der wir ein paar Fragen beantworten müssen. Das einzige richtige Final, für das ich wirklich lernen muss, habe ich am Donnerstag in meinem Kurs „Global Problems“. Dort müssen wir während des Unterrichts ein Essay schreiben, aber meine Lehrerin hat uns im Vorhinein schon die Fragen gegeben – es geht also eigentlich nur darum auswendig zu lernen.

In meinen beiden anderen Kursen hatte ich ein Projekt bzw. ein Essay, was ich beides vorher schon abgeben musste, sodass wir uns in der Finals Week nur noch einmal zum Abschied getroffen haben.

Also alles sehr entspannt.

Das finde ich aber auch sehr gut so, denn die letzte Woche am College ist nun leider auch schon meine letzte Woche in Santa Barbara, und die will ich noch so gut es geht genießen.

Am Sonntag fliege ich nämlich schon zurück nach Deutschland. Ich habe mich dagegen entschieden, nach dem College noch in Amerika zu bleiben und zu reisen, zum einen weil ich dachte, dass ich wenn während meiner Zeit reisen könnte (was im Endeffekt nicht wirklich passiert ist, aber das finde ich auch nicht schlimm) und zum anderen wollte ich mehr Zeit in Deutschland haben, um mich dort um meine Bewerbungen für das Studium zu kümmern.

Ich weiß im Moment noch nicht so richtig, wie ich mich fühlen soll. Auf der einen Seite bin ich  unglaublich traurig. Ich werde die Leute hier sehr vermissen, denn ich habe viele tolle Freunde gefunden, von denen manche leider auch sehr weit weg wohnen, sodass ich sie wahrscheinlich nicht oft sehen werde. Das positive ist jedoch, dass ich jetzt Gründe habe zu reisen, nämlich um meine Freunde zu besuchen.

Ich war zwar in letzter Zeit etwas genervt von College weil es gegen ende wirklich stressig wurde (über die Kurse generell schreibe ich noch einmal extra etwas), aber als ich diese Woche nun das letzte mal Unterricht in meinen Kursen hatte, war ich wirklich traurig, dass es vorbei ist. Besonders werde ich auch Santa Barbara vermissen, vor allem jetzt, wo es endlich wirklich schönes Wetter wird und wir viel zeit am Strand verbringen können.

Auf der anderen Seite freue ich mich auch sehr auf Zuhause. Das klingt vielleicht komisch, aber ich habe das Gefühl, dass ich jetzt lange genug hier war und irgendwie „fertig“ bin. Einige Leute, abgesehen von denen, die hier wirklich studieren, sind für zwei Semester geblieben, aber ich glaube für mich persönlich wäre das nichts gewesen. Die Leute sagen jedoch sie hätten sich niemals vorstellen können nur ein Semester hier zu sein – ich denke es hängt also einfach von der Person ab. ich war nun 4,5 Monate von Zuhause weg und das hat mir erst einmal gereicht.

Ich freue mich sehr auf meine Freunde und Familie, aber auch darauf, generell wieder in Deutschland zu sein. Auch freue ich mich darauf, wieder eine zeit lang Zuhause zu wohnen. natürlich ist es toll wenn man alleine lebt und unabhängig ist, aber ich vermisse es schon sehr, dass es zuhause sauber ist, dass ich ein eigenes Zimmer habe, und dass ich mal wieder etwas anderes als Nudeln essen kann.

Ich habe jetzt also noch 5 Tage hier in Santa Barbara, und die werde ich auch noch sehr genießen. Mir kommen Haber jetzt schon die tränen wenn ich daran denke, dass ich mich bald von meinen Freunden verabschieden muss.

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